Ü-30-Schau: Ehemalige Münchner – Oldies but Goodies

In dieser Rubrik werden ehemalige Fahrzeuge vor allem der BF München vorgestellt, die nach ihrer Außerdienststellung andernorts weiter eingesetzt werden oder als Oldtimer irgendwo in Pflege sind oder als Museums-Exponate ihr Auskommen haben oder ganz andere Betätigungsfelder gefunden haben.


Rüstwagen Umweltschutz der BF München nach gut 25 Jahren außer Dienst
Rüstwagen Umweltschutz (RW U) auf Fahrgestell von MAN mit Aufbau von Ziegler
Mit der Bezeichnung Rüstwagen Umweltschutz ist der Verwendungszweck eines solchen Fahrzeugs bereits hinreichend umrissen: Einsatz bei Schadensfällen mit gefährlichen Stoffen. Im Jahr 1992 stellte die Berufsfeuerwehr München zwei RW U in den Dienst. Sie wurden an den Wachen 3 (Westend) und 7 (Milbertshofen) stationiert. Bei Einsätzen begleitet wurde der RW U in der Regel von einem HLF der jeweiligen Feuerwache und bei Bedarf ergänzt durch weitere Lösch- oder Sonderfahrzeuge. Beide RW U wurden Ende des Jahres 2017 (oder Anfang 2018) ausgesondert. Anfang Juni 2018 standen beide Fahrzeuge bei einem Fahrzeughändler in Oberfranken zum Verkauf; mittlerweile (Mitte August 2018) hat sich das Angebot auf ein Exemplar reduziert, auf jenes der Wache 7.
Fahrgestell: MAN 19.302 FA
Leistung: 300 PS (220 kW)
Aufbau: Ziegler
Baujahr: 1992
in Dienst gestellt: 1992
außer Dienst genommen: Ende 2017 (oder Anfang 2018)
Ausrüstung und Beladung: Stromerzeuger, Hochdruckreiniger, Lichtmast, Hydrovac-Sauganlage (zur Aufnahme von zum Beispiel brennbaren, giftigen, ätzenden Flüssigkeiten), diverse Auffangbehälter, Pumpen, Schutzanzüge
Kennzeichen: M–6665 (Betriebsnummer 20), Wache 7 (Milbertshofen), und M–6970 (Betriebsnummer 100), Wache 3 (Westend), später Wache 2 (Sendling)
Lackierung: RAL 3024 mit grünem, umlaufendem Band (an der Oberkante mit feiner Linie in Weiß), später (ab etwa 1998) gelbes Band (in Annäherung an das damals eingeführte neue Design)
Quellen: Hans-Joachim Profeld: Die Feuerwehr München und ihre Fahrzeuge. Band 2: Von den 60er Jahren bis heute. Arcos Verlag, Ergolding 1998, Seite 181. Eigene Recherchen.


Foto 1: Rüstwagen Umweltschutz M–6665 in der Fahrzeughalle der Wache 7 (Milbertshofen). Grünes Band an Fahrerhaus und Aufbau (Front, Heck und Traversenkästen). Foto aus dem Jahr 1995. – Foto 2: M–6970 auf dem Hof der Feuerwache 3 (Westend). Foto aus dem Jahr 1995.

Foto 3: Rüstwagen Umweltschutz M–6665 (Wache 7) während eines Einsatzes. Inzwischen mit gelbem Band an Fahrerhaus und Aufbau. Foto aus dem Jahr 2013 – Foto 4: Der Rüstwagen Umweltschutz der Wache 7 (M– 6665) vor der Hauptfeuerwache (Foto: 2012).

Foto 5: Die beiden Rüstwagen Umweltschutz Anfang Juni 2018 auf dem Gelände eines Fahrzeughändlers in Oberfranken – nach gut 25 Jahren in München im Dienst. Links (in Foto 5) der ehemalige M–6665, rechts 6970. – Foto 6: Ehemals Feuerwache 7 in München, danach Verkaufsgelände in Oberfranken.

Der Rüstwagen Umweltschutz als Modell

Foto 7 bis Foto 10: Modell im Maßstab 1:87. – Fahrerhaus und Fahrgestell: Herpa. – Geräte-Aufbau: Eigenbau aus Kunststoff-Platten, Kunststoff-Profilen und Neusilber-Riffelblech. – Decals: Reinhard Merlau Modellbau (RMM).
Modell und Text: Martin Sigl; Fotos © 2018 Burkhard Dickehut.

Rüstwagen RW 3 auf Fahrgestell von Iveco mit Aufbau von Ziegler
Rüstwagen RW 3 der BF München auf Fahrgestell von Iveco mit Aufbau von Ziegler
Einige der Mitte der 1980er Jahre bei der BF München in Dienst gestellten und etwa zwanzig Jahre später ausgesonderten Iveco-Ziegler-Rüstwagen erwiesen sich als langlebige Einsatzfahrzeuge – wenn auch andernorts. Der erste dieser RW 3 kam im Jahr 1984; bis 1986 wurden es insgesamt neun. Gebaut wurden sie exklusiv für die BF München, wobei in München erstmals die Kombination aus Iveco-Fahrgestell und Ziegler-Aufbau eingesetzt wurde – eine Kombination, die ansonsten extrem selten anzutreffen ist. Ein weiteres Novum war, daß die Geräteräume G1/G2 und G3/G4 bereits in tiefergezogener Bauweise ausgeführt wurden. Diese Bauform setzte sich erst später allgemein bei Löschfahrzeugen und Rüstwagen durch. Die Münchner RW 3 zeichneten sich des weiteren aus durch spezielle feuerwehrtechnische Einrichtungen (Zugvorrichtung mit Spill-Seilwinde, Generator, Lichtmast mit Flutlichtscheinwerfern) und Beladung (Spreizer, Schere, Geräte für Unfälle im U-Bahn-Bereich und bei Trambahnen, Greifzüge usw.). Am Heck wurden große orangefarbene Blitzer zur Warnung des Verkehrs angebracht (siehe zum Beispiel Foto 8 und 9), wie man sie von Fahrzeugen der Autobahnmeisterei bereits kannte. Bei der Feuerwehr soll es sich damals in München um eine Art Feldversuch gehandelt haben.
Fahrgestell: Iveco-Magirus 190-25 AHW (256 M 19 FAK)
Motor: 8-Zylinder-Diesel-Motor, luftgekühlt
Leistung: 256 PS (188 kW)
Antriebsart: Allradantrieb
Aufbau: Ziegler
Baujahre: 1984 bis 1986
Lackierung: Tagesleuchtrot RAL 3024
Quellen zu den Angaben oben und in den Bildunterschriften unten: Hinweise und Informationen aus dem Kreis der Freunde des Feuerwehr-Modellbau München, namentlich von Hans Putterer, Hans-Joachim Profeld (Die Feuerwehr München und ihre Fahrzeuge. Band 2: Von den 60er Jahren bis heute. Arcos Verlag, Ergolding 1998, Seite 146–149), Dr. Jörg Bauer, Klaus Fischer, Oliver Hartenberger, Stefan Eschenbeck, Ulrich Dörschel und Werner Heeg.
Hinweis: Leider konnten zu zwei Münchner Rüstwagen keine Fotos und zu manch anderen keine erschöpfenden Angaben über den weiteren Verbleib nach Aussonderung bei der BF München in Erfahrung gebracht werden. Informationen zu den Fahrzeugen werden jederzeit gern und mit Dank über info@feuerwehr-modellbau-muenchen.de entgegengenommen.

Extra-Foto: Im Auslieferungs-Zustand noch ohne Beschriftung und Zulassung und mit schwarzen Ziegler-Logos als Aufkleber – der erste Münchner Iveco-Ziegler-Rüstwagen, fotografiert im September 1984 auf der Feuerwache 9 in Neuperlach. – Foto 1: M–2285, Baujahr 1985, Feuerwache 7 (Milbertshofen), ausgesondert am 10. September 2002. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt.

Foto 2: Vom M–2380, Baujahr 1985, Feuerwache 3 (Westend), konnte kein Foto beigebracht werden. Er wurde ausgesondert am 10. September 2002. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt. – Foto 3: M–2414, Baujahr 1985, Feuerwache 6 (Pasing) und 9 (als Reserve), im Einsatz bei einer Trambahn-Entgleisung. Das Fahrzeug wurde am 6. September 2006 ausgesondert. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt.

Foto 4: M–2425, Baujahr 1985, Feuerwache 5 (Ramersdorf), ausgesondert am 6. September 2006. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt. – Foto 5: M–2472, Baujahr 1984, Feuerwache 4 (Schwabing, Nordendstraße) und 9 (Neuperlach), ausgesondert vor 2001. Der weitere Verbleib ist nicht bekannt.

Foto 6: M–2623, Baujahr 1984, Hauptfeuerwache. Dieser RW 3 wurde 1995 stillgelegt und ging 1999 an die FF Furth im Wald. – Foto 7: Der M–2692, Baujahr 1984, Feuerwache 6 (Pasing), kann mangels Foto hier leider nicht gezeigt werden. Das Fahrzeug wurde vor 2001 ausgesondert und danach bei der FF Waldmünchen eingesetzt.

Foto 8: M–2988, Baujahr 1984, Feuerwache 2 (Sendling), ausgesondert am 2. August 2006. Ob genau dieses Fahrzeug an die FF Burgau ging, konnte nicht geklärt werden. – Foto 9: M–6511, Baujahr 1986, Feuerwache 9 (Neuperlach), ausgesondert am 18. September 2003. Wurde vermutlich von der FF Waldaschaff übernommen und stand dort von 2006 bis 2011 im Dienst.

Foto 10 und Foto 11: Freiwillige Feuerwehr Burgau (Landkreis Günzburg). Möglicherweise der ehemalige M–2988.

Foto 12, 13, 14 und 15: Die Freiwillige Feuerwehr Furth im Wald (Landkreis Cham) setzt seit 1999 den ehemaligen M–2623 der Hauptfeuerwache ein.

Foto 16 und Foto 17: Ehemaliger Münchner RW 3 als Gerätekraftwagen beim Technischen Hilfswerk, Ortsverband Ludwigshafen, Dritte Bergungsgruppe. Nicht klar ist, welcher ehemalige RW aus München in Frage kommt und seit welchem Jahr das THW diesen GKW verwendet.

Foto 18, 19, 20 und 21: Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff. Es könnte sich um den M–2414, wahrscheinlicher jedoch um den M–6511 handeln. „Dienstzeit“ in Waldaschaff: 2006 bis 2011.

Foto 22 und Foto 23: Freiwillige Feuerwehr Waldmünchen (Landkreis Cham), ehemals M–2692. Der Zeitraum, zu dem die FF Waldmünchen den ehemaligen Münchner verwendet hat, konnte nicht ermittelt werden.

Foto 24 und Foto 25: Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV). Welcher der Münchner RW nun als Hilfsfahrzeug bei der Würzburger Straßenbahn-GmbH (WSB) dient, ist nicht klar, ebenso das Jahr seiner Indienststellung bei der WSB.

Der Rüstwagen RW 3 als Modell
Einer der Münchner RW 3 gelangte nach Ludwigshafen und fährt dort beim THW als Gerätekraftwagen (siehe oben Foto 16 und 17). Herpa hatte Ende des Jahres 2009 ein Modell dieses GKW angekündigt (Artikel-Nummer 048507), das im März 2010 offenbar erschienen ist. Dem Feuerwehr-Modellbauer bleiben also entweder Umbau und Umlackierung des THW-Modells oder der Griff zum Gießharz-Aufbau, den es vom Kleinserienhersteller MEK einmal gab (Artikel-Nummer 33 a), oder gleich der Eigenbau (jeweils unter Verwendung eines Serien-Fahrerhauses). Das Einsatz-Fahrzeug-Magazin brachte zu letzerem in seiner Ausgabe Nr. 1 vom Februar/März 1987 (oder passenderweise kurz 1/87, Seite 30 bis 35) einen Baubericht mit Aufrißzeichnung (und Vorbild-Fotos von M–2692 und M–2988).
Nachtrag am 13. Juni 2018: Bei Herpa ist für den September/Oktober 2018 das Modell des Iveco-Ziegler annonciert. Wenn wir den Text der Ankündigung richtig verstanden haben, so wird es sich zum einen um ein Modell nach „aktuellem Vorbild eines Rüstwagens der Feuerwehr Furth im Wald“ (wie es in der Herpa-Vorschau heißt) handeln, zum anderen um ein nicht dekoriertes Modell als Mini-Kit. Beide Varianten werden offenbar in Rot gehalten sein. Wer’s originalgetreu haben will, wird wohl in RAL 3024 lackieren müssen. Die Fraktion der Nicht-Lackierer wird aber froh sein, endlich über ein Iveco-Ziegler-Modell in der passenden Farbe verfügen zu können.

Foto 26, 27, 28 und 29: Modell (Maßstab 1:87) des M–2472 von Martin Sigl. Fahrerhaus und Fahrgestell stammen von Herpa. Der Aufbau wurde selbst angefertigt aus Plastikplatten (Stärke 0,5 und 1,0 Millimeter) und diversen Kunststoff-Profilen. Modell und Text: Martin Sigl.

Löschgruppenfahrzeug LF 16 (Magirus-D-Frontlenker) der Feuerwehr-Oldtimer Hochfranken, ex BF München
Löschgruppenfahrzeug LF 16 – Das Original
In den Jahren 1975 und 1976 beschaffte die Berufsfeuerwehr München dreizehn LF 16 auf Magirus Frontlenker; das Fahrzeug mit dem Kennzeichen M–2432 stammt von 1975 und wurde der damaligen Feuerwache 4 in Schwabing zugeteilt. Das LF ist heute in Privatbesitz und wird von FOH (Feuerwehr-Oldtimer Hochfranken) als Oldtimer erhalten.
Fahrgestell: Magirus Deutz F 170 D 11 FA
Aufbau: Magirus
Baujahr: 1975
Erstzulassung: 18. Dezember 1975
Motor: Deutz 6-Zylinder-Diesel-V-Motor (F 6 L 413 V)
Leistung: 176 PS (129 kW)
Hubraum: 8600 cm³
Löschmittel: 800 Liter Wasser.
1975 bis 1988: Berufsfeuerwehr München, Feuerwache 4 (Schwabing), Funkrufname: Florian München 4.40.1
März 1988 bis November 1995: Freiwillige Feuerwehr München, Abteilung Harthof
1995 bis 2009: Freiwillige Feuerwehr Riedlingen (Stadtteil von Donauwörth), Kennzeichen DON–508; dort einige Änderungen am Aufbau
1. Mai 2009: Übernahme des Fahrzeugs durch Jörg Bauer (Kilometerstand 68 365 km) und Überführung nach Zell (im Fichtelgebirge) zur Unterbringung in einer dortigen Halle; erste Maßnahmen der Restaurierung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. – August bis Anfang September 2009: Vorübergehend im aktiven Einsatzdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Münchberg (Kennzeichen HO–FF 9955) anstelle eines in Reparatur befindlichen Fahrzeugs. – 25. September 2009: Überführung nach Garching an der Alz in die damalige Vereinshalle des Historische Magirus-Feuerwehrtechnik e. V. – 2010: Weitere Arbeiten zur Restaurierung. – Februar 2011: Überführung ins Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg. – 31. März 2014: Überführung wiederum nach Zell (im Fichtelgebirge). – 30. April 2014 bis 4. April 2015: Als Leihgabe beim Oldtimerclub Iveco-Magirus in Ulm. – 4. April 2015: Rücktransport nach Zell (im Fichtelgebirge). – 2016: Teilnahme am Zweiten Oberfränkischen Feuerwehr-Oldtimer-Treffen (Oberfränkisches Feuerwehrmuseum Schauenstein, 21. Mai 2016) und am Jubiläum zum 150jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr München („Firetage“-Parade, 29. Mai 2016).
Quelle: Feuerwehr-Oldtimer Hochfranken (FOH)
60.02.1 LF Abt. Harthof, Foto 1991 Norbert Steinle60.02.2 Abt Harthof mit LF, Foto vor 1990 Norbert Steinle
Foto 1: Das LF 16 (Kennzeichen M–2432) nach der BF nun bei der FF, Abteilung Harthof.
Foto 2: LF 8, LF 16 TS (Bund) und LF 16 am Gerätehaus der Abteilung Harthof.
60.02.7 Alarm April 1991, Foto Norbert Steinle60.02.8 Repa auf Fw 9, Foto 2016 Volker Bucher
Foto 3: Im Einsatz im April 1991: Die Abteilung Harthof der FF München mit ihrem LF 16.
Foto 4: Als Oldtimer-Liebhaber: Flex-ible Fertigkeiten sind immer gefragt.
60.02.3 Das LF der FOH im Jahr 2016, Foto Jörg Bauer60.02.4 Das LF der FOH im Jahr 2016, Foto Cha
Foto 5: Das LF 16 mit dem ehemaligen Kennzeichen M–2432 als Fahrzeug der FOH.
Foto 6: Der FOH on Tour mit seinem LF 16: Hier 2016 in München, Wache 9, Waldperlach.

Löschgruppenfahrzeug LF 16 – Die Modelle im Maßstab 1:87
Den „D-Zug des Jahres“ haben wir den Löschzug aus Magirus-D-Frontlenker-Modellen von Heico im Maßstab 1:87 genannt: Das war Ende 2015. Im Jahr 2016 kamen die Modelle in den Handel. Aber im Jahr 2017 hatte Heico bislang keine Neuheiten angekündigt. Der Zug scheint abgefahren zu sein, da von Heico wohl keine Modelle mehr erscheinen werden. Vor den Modellen von Heico gab es jene von Roco (produziert um das Jahr 1993) und von Wiking (produziert von etwa 1973 bis etwa 1982).
60.02.5 Modell des LF von Wiking60.02.6 Modelle des LF von Wiking, Roco und Heico
Foto 7: LF-16-Modell von Wiking: Seinerzeit das Pendant zum Original. (Modell: K.-H. Schuster.)
Foto 8: LF-16-Modelle von Wiking (wie gekauft), Roco (leicht gesupert), Heico (out of the box). (Modelle: K.-H. Schuster)
60.02.9 Modell des LF M-2432, Modell Jörg BauerOLYMPUS DIGITAL CAMERA
Foto 9: Das LF 16 mit dem Kennzeichen M–2432 en miniature (Roco). (Modell: J. Bauer.)
Foto 10: Ein weiteres LF-Modell (Roco) auf Magirus Deutz F 170 D. (Modell: K.-H. Schuster.)

Magirus-D-Frontlenker, ehemals Feuerwehr München
Magirus-D-Frontlenker, ehemals Feuerwehr München
So mancher Magirus-D-Frontlenker (Magirus Deutz F 170 D 11 FA) der Feuerwehr München war oder ist nach seiner „Amtszeit“ in der Landeshauptstadt andernorts im Einsatzdienst (gewesen). Die Freunde der Feuerwehr-Oldtimer Hochfranken (FOH) verfügen selbst über ein solches LF (siehe den Beitrag hier in der Ü-30-Schau) sowie über ein Tro-TLF und haben darüber hinaus weitere Magirus-D-Frontlenker aufgespürt (Fotos und Informationen: Dr. Jörg Bauer, Münchberg). Leider konnten zu den im Bild präsentierten Fahrzeugen keine erschöpfenden Angaben über die damaligen Standorte in München, den Zeitpunkt der Außerdienststellung und so weiter in Erfahrung gebracht werden. Informationen zu den Fahrzeugen werden jederzeit gern und mit Dank über info@feuerwehr-modellbau-muenchen.de entgegengenommen.

Foto 1 und Foto 2: LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Dietramszell (Oberbayern, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Das Fahrzeug wurde im Juli 2006 als Spende an die FF Mittelramstadt (siehe unten) abgegeben. Kennzeichen bei der BF München: M–1493; stationiert auf der Wache 2 (Sendling); Baujahr 1976.

Foto 3 und Foto 4: LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Haunshofen (Oberbayern, Landkreis Weilheim-Schongau). Das LF wird dort noch bis Sommer oder bis Ende 2018 im Einsatzdienst stehen. Ehemaliges Kennzeichen: M–1492; stationiert auf der Wache 5 (Ramersdorf); Baujahr 1976.

Foto 5 und Foto 6: Das LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Mittelramstadt (Mittelfranken, Ortsteil von Leutershausen, Landkreis Ansbach), das im Juli 2006 als Spende von der FF Dietramszell (siehe oben) übernommen wurde. Es steht noch (Mitte Dezember 2017) im aktiven Dienst.

Foto 7 und Foto 8: LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Wall (Oberbayern, Ortsteil von Warngau, Landkreis Miesbach). Inzwischen dort nicht mehr im Dienst. Kennzeichen bei der BF München: M–2546; stationiert bei der Feuerwehrschule, Wache 2 (Sendling); Baujahr 1975.

Foto 9 und Foto 10: TLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Bialka in Polen (Name des Fotografen leider nicht bekannt). Ehemals Freiwillige Feuerwehr München, Abteilung Perlach, Baujahr 1979, damaliges Kennzeichen: M–2344.

Foto 11 und Foto 12: TroTLF 16 der Werkfeuerwehr SCA in Aschaffenburg (SCA: Svenska Cellulosa Aktiebolaget, Hersteller von vor allem Papierprodukten; bis 1995 Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg). Zuvor bei der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff eingesetzt. Kennzeichen bei der BF München: M–2940, Betriebsnummer 49, Baujahr 1978.

Foto 13 und Foto 14: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Eglfing, Landkreis Weilheim-Schongau; 2017 zu einem Wohnmobil umgebaut. Kennzeichen bei der BF München: M–164, stationiert an der Hauptfeuerwache, Baujahr 1977.
Hinweis zu den TroTLF auf den Fotos 13/14, 19/20, 21/22 sowie 23/24 bis 29/30: Die Typbezeichnung TroTLF ist nicht immer korrekt, da bei fast allen FF die Pulver-Löschanlage ausgebaut wurde.

Foto 15 und Foto 16: LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Grammow, Landkreis Rostock, Baujahr 1976. Die FF Grammow wurde wohl inzwischen aufgelöst.

Foto 17 und Foto 18: LF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Nordendorf, Landkreis Augsburg, inzwischen dort nicht mehr im Einsatzdienst. Kennzeichen bei der BF München: M–1480, Baujahr 1976.

Foto 19 und Foto 20: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Parsberg, Ortsteil von Miesbach. Kennzeichen bei der BF München: M–186, stationiert an der Wache 2 (Sendling), Baujahr 1977.

Foto 21 und Foto 22: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Pietzing, Landkreis Rosenheim, Baujahr 1976.

Foto 23 und Foto 24: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Riesweiler, Rhein-Hunsrück-Kreis (Rheinland-Pfalz), inzwischen dort nicht mehr im Einsatzdienst. Baujahr 1978.

Foto 25 und Foto 26: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Röhrmoos, Landkreis Dachau, eingesetzt dort zwischen 1995 und 2006. Kennzeichen bei der BF München: M–179, Baujahr 1977.

Foto 27 und Foto 28: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenbach, Rhein-Hunsrück-Kreis (Rheinland-Pfalz), inzwischen dort nicht mehr im Einsatzdienst. Kennzeichen bei der BF München: M–2367, stationiert an der Wache 9 (Neuperlach), dann an der Feuerwehrschule (Wache 2, Sendling).

Foto 29 und Foto 30: TroTLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Warngau, Landkreis Miesbach, inzwischen dort nicht mehr im Einsatzdienst. Kennzeichen bei der BF München: M–2094, stationiert an der Wache 4 (Schwabing, Nordendstraße), Baujahr 1976.
Kranwagen KW 16 der BF München als Einsatz- und als Museumsfahrzeug
Kranwagen KW 16 – Das Original
Eines der markantesten Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr München ist der Kranwagen KW 16 auf Magirus-Eckhauber. Seine Tragfähigkeit liegt bei 16 Tonnen; weitere Spezifikationen in Stichworten: Spill-Seilwinde am Heck (maximale Zugkraft 15 Tonnen), Hilfsausleger, Zusatzausleger. In Dienst gestellt wurde der KW im Jahr 1965 (Betriebsnummer 117); sein damaliges Kennzeichen: M–2342. Bis zur Indienststellung des Gottwald-Teleskopkrans KW 20 im Jahr 1969 war der Magirus-Kranwagen auf der Feuerwache 2 stationiert, dann auf der Feuerwache 5 und ab 1976 auf der Feuerwache 7.
Fahrgestell: Magirus Deutz F 250 D 25 A („F Uranus A“)
Aufbau: Magirus
Leistung: 250 PS
Motor: Deutz 12-Zylinder-Diesel-V-Motor (F 12 L 614)
Traglast: 16 t
Baujahr: 1965
Erstzulassung: 1965
in Dienst gestellt: 1965
Feuerwache 2 (Sendling): 1965 bis 1969
Feuerwache 5 (Ramersdorf): 1969 bis 1976
Feuerwache 7 (Milbertshofen): 1976 bis 1989
außer Dienst genommen: 1989
Quellen: Hans-Joachim Profeld: Die Feuerwehr München und ihre Fahrzeuge. Band 2: Von den 60er Jahren bis heute. Arcos Verlag, Ergolding 1998, Seite 39. Klaus Lassen: Magirus-Kranwagen: Vom KW 12 bis zum KW 20. Verlag Podszun-Motorbücher, Brilon 2016. Eigene Recherchen (Ulrich Dörschel).
KW 16 A M-2342 (e)1.2 Aufn 1970 Ulrich60.03.01 KW 16 A M-2342 (a)4 Aufn 1972 Ulrich
Foto 1: Der Kranwagen auf dem Hof der Feuerwache 5 in Ramersdorf (1970).
Foto 2: Auf der Feuerwache 2 in Sendling (1972), wo sich auch die Feuerwehrschule befindet.
60.03.03 KW 16 B M-2342 (g0)1 Aufn 197960.03.04 KW 16 B M-2342 (f)1 Aufn 1981
Foto 3: Aufgenommen im Jahr 1979 auf der Feuerwache 7 in Milbertshofen.
Foto 4: Das Heck des Kranwagens in einer Aufnahme aus dem Jahr 1981.
60.03.05 KW 16 B M-2342 Aufn-198360.03.06 KW 16 B M-2342 (g2-4) Aufn 1984
Foto 5: Vor der Fahrzeughalle der Wache 7 mit SW 2000 Tr und ZB 6/24 (1983).
Foto 6: Der Steuerstand des Kranwagens, Feuerwache 7, aufgenommen 1984.
Zum Glück konnte der KW 16 etliche Jahre nach seiner aktiven Dienstzeit eines der besten Austragshäuser beziehen, das man als Feuerwehr-Fahrzeug haben kann: das Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe (Am Bavariapark 5, 80339 München). Dort ist er in Halle I (Thema: Stadtverkehr) ausgestellt und scheint wie eh und je seinen Dienst zu versehen: zum Beispiel Eingleisen einer Trambahn – siehe weitere Fotos des KW 16 als Exponat im Verkehrszentrum unter der Rubrik Museumsschau.
60.03.07 KW 16 C M-2432 (c) Aufn 201260.03.08 KW 16 C M-2342 (d)1 Aufn 2012
Foto 7 und Foto 8: Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe.

Kranwagen KW 16 – Die Modelle im Maßstab 1:87
Den Feuerwehr-Modellbauern stand jahr(zehnt)elang nur das Wiking-Modell als KW 15 in mehreren Versionen zur Verfügung (Fenster-Einsatz transparent blau oder klar, ohne oder mit Inneneinrichtung, Kotflügel schwarz oder weiß), die etwa während der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre produziert wurden. Das Modell hat über die Jahre hinweg seinen Charme bewahrt. Preiser stellte im April 2015 das Fertigmodell des KW 16 nach Münchner Vorbild (schwarze Kotflügel) vor; Fotos des Preiser-Modells siehe unter der Rubrik Umschau und dann die Neuheiten-Schau aufklappen. Auf den im Jahr 2016 von Preiser angekündigten Bausatz müssen die Modellbauer auch im Juni 2017 immer noch warten.
In der Rubrik Leistungsschau ist ein Modell-Diorama zu sehen, das den KW 16 in nachempfundener Aktion zeigt: BF München – Einsatz Trambahn-Eingleisung.
60.03.09 Modell Wiking schwarz60.03.10 Modell Wiking schwarz Manfred 2017
Foto 9: Der Kranwagen-Modell-Klassiker: das Modell von Wiking, 1980er-Jahre.
Foto 10: Das Wiking-Modell – eine hervorragende Basis für Verfeinerungen.
60.03.11 Modell Wiking weiß60.03.12 Modell Wiking weiß
Foto 11: Wiking mit weißen Kotflügeln; links etwas verfeinert, rechts direkt aus der Schachtel.
Foto 12: Der etwas verfeinerte Wiking-KW mit weißen Kotflügeln.
60.03.13 Modell Wiking schwarz Preiser Manfred 201760.03.14 Modell Wiking schwarz Preiser Manfred 2017
Foto 13: Preiser-Modell (links) und Wiking-Modell im unmittelbaren Vergleich.
Foto 14: Noch mal der Vergleich (Heckansicht): Wiking links und Preiser rechts.

Magirus-Rundhauber – Mannschaftswagen und Rüstwagen bei der BF München, Lastkraftwagen beim KatS in München
Der vom Mannschaftswagen zum Rüstwagen „Gas“ und dann zum Lastkraftwagen mutierte Rundhauber Mercur 120 dürfte das Alter von 30 Jahren nicht erreicht haben. Deshalb von hier aus der Verweis auf die Rubrik Leistungsschau.